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Abitibi-Témiscamingue, Québec

Abitibi-Témiscamingue

Québecs Goldrauschand: Bergbaugeschichte in Rouyn-Noranda und Val-d'Or, Refuge Pageau Wildschutzgebiet und Anishinabe-Algonkin-Kultur.

Aktualisiert am:

Quick facts

Entfernung von Montréal
530 km nordwestlich, ca. 5h mit dem Auto über Route 117
Regionalhauptstadt
Rouyn-Noranda
Bergbaugeschichte
Goldrausch begann in den 1920ern; Malartic-Mine noch aktiv (größte Tagebau-Goldmine Kanadas)
Indigene Nation
Algonkin Anishinabe (9 Gemeinden)

Hinweis zur GetYourGuide-Abdeckung

Abitibi-Témiscamingue hat keine GetYourGuide-Angebote. Diese Seite ist rein redaktionell und behandelt, was die Region tatsächlich zu bieten hat. Hier erscheinen keine Affiliate-Links.

Eine ehrliche Einschätzung

Abitibi-Témiscamingue ist kein Ziel, auf das man zufällig stößt. Es erfordert eine bewusste Entscheidung: Man fährt 5 Stunden nordwestlich von Montréal durch Borealen Wald, überquert in eine Landschaft, die sich wie ein anderes Land anfühlt, und kommt in einer Region an, die nicht durch Tourismusinfrastruktur, sondern durch die spezifische Dramatik ihrer Geschichte des 20. Jahrhunderts definiert wird — dem Goldrausch, den Firmenstädten, der Bergbauindustrie.

Der Goldrausch und das Bergbauerbe

Der Goldrausch in den 1920ern verwandelte abgelegenes Agrarland praktisch über Nacht in eine der wichtigsten Bergbauregionen Kanadas.

Rouyn-Noranda wurde buchstäblich von den Bergbauunternehmen gebaut. Maison Dumulon (191 Avenue du Lac) ist ein Tante-Emma-Laden und Postamt aus dem Jahr 1924, das als Museum erhalten ist.

Val-d’Or (wörtlich: Goldtal) bietet im Cité de l’Or-Komplex Untertageminentouren in einer echten ehemaligen Goldmine (die Lamaque-Mine, die von 1935 bis 1985 über 3 Millionen Unzen Gold produzierte). Geführte Touren steigen 90 Meter unter die Erde — Buchung im Sommer empfohlen.

Malartic beherbergt die Canadian Malartic Mine — die größte Tagebau-Goldmine Kanadas, betrieben von Agnico Eagle. Das Besucherzentrum bietet Aussichtzugang zur Grube; die schiere Größe ist wirklich erstaunlich.

Refuge Pageau

Das Refuge Pageau in Amos ist eines der ungewöhnlichsten Wildschutzgebiete Québecs. Es nimmt verletzte und verwaiste Wildtiere aus ganz Québec auf — Wölfe, Bären, Luchse, Füchse, Karibus, Elche, Eulen und Adler. Eintritt ca. 15–20 CAD (ca. 10–13 EUR) für Erwachsene.

Lac Abitibi und die natürliche Landschaft

Parc national d’Aiguebelle (bei Rouyn-Noranda) bietet präkambrische Felsformationen, ein Störungstal und Hängebrücken über tiefe wassererfüllte Schluchten. Wandern ist die Hauptaktivität. Eintritt ca. 9,50 CAD (ca. 6 EUR) pro Tag.

Anreise

Mit dem Auto: Route 117 von Montréal nordwestlich. Fahrzeit von Montréal nach Rouyn-Noranda ca. 5,5–6 Stunden.

Mit dem Flugzeug: Air Canada fliegt von YUL nach Rouyn-Noranda (YUY) und Val-d’Or (YVO), Flugzeit ca. 1 Stunde.

Ist der Weg von Montréal lohnenswert?

Direkt gesagt: nur wenn ihr einen spezifischen Grund habt. Die Cité-de-l’Or-Minenführung ist wirklich ausgezeichnet. Das Refuge Pageau ist eine der beeindruckendsten Wildtiererfahrungen in Québec. Für die meisten Besucher einer Québec-Rundreise ist die Investition (5h einfache Fahrt, mindestens 2 Nächte) in Zielen mit vielfältigerem Angebot besser investiert — Charlevoix, die Gaspésie-Halbinsel oder Tadoussac.