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Vieux-Montréal (Old Montreal), Québec

Vieux-Montréal (Old Montreal)

Vieux-Montréal erkunden: Notre-Dame-Basilika, Kopfsteinpflasterstraßen, Alter Hafen. Was lohnt sich, Touristenfallen, beste Restaurants. Geprüfte Tipps.

The Original Old Montréal Walking Tour

Duration: 2 hours

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Aktualisiert am:

Quick facts

Lage
Südliches Ende der Montréal-Insel am Saint-Laurent
UNESCO
Kein UNESCO-Status, aber das älteste Stadtviertel Kanadas
Notre-Dame-Basilika
1829, neugotisch; täglich 8:30–17:00

Montréals historische Grundlage

Vieux-Montréal ist der Ort, an dem Montréal 1642 als Ville-Marie gegründet wurde. Das Viertel umfasst einen etwa 1-km²-Bereich am Südufer der Montréal-Insel, begrenzt durch die Rue McGill im Westen, die Rue Berri im Osten, die Rue Notre-Dame im Norden und den Alten Hafen im Süden.

Was das Viertel von anderen historischen Altstädten Nordamerikas unterscheidet, ist der Maßstab und die Qualität der Bebauung: Die Steingebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert — Handelshäuser, Lagergebäude, Bankfassaden — stehen noch größtenteils in ihrer ursprünglichen Form, weil Montréal in dieser Zeit das kommerzielle Zentrum des gesamten britischen Nordamerikas war.

Der Vergleich mit Old Quebec drängt sich auf und lohnt sich, ehrlich gezogen zu werden: Old Quebec ist dramatischer (die Klippen, die Festungsmauern, das Château Frontenac), aber Old Montreal ist größer, architektonisch vielfältiger (der Übergang von französisch-kolonialer über britisch-viktorianische bis zur Bankarchitektur des 19. Jahrhunderts komprimiert sich auf wenige Blocks) und weniger von Kreuzfahrttourismus überlaufen.

LageSüdrand der Insel Montreal, entlang des Sankt-Lorenz
KostenNotre-Dame ca. 6 CAD; Pointe-à-Callière ca. 26 CAD; Stadtführungen 25–35 CAD
Zeitbedarf1–2 Tage
AnreiseMetro Square-Victoria-OACI oder Champ-de-Mars (Orange Linie)
Beste ZeitMai–Oktober; abends für weniger Andrang

Die Stadtführung als beste Einführung

Die Original Old-Montréal-Stadtführung

ist die effizienteste Einführung in zwei Stunden: die Gründung von Ville-Marie 1642, die Pelzhandelszeit, die Entwicklung des Bankviertels und die Beziehung zwischen den französischen und englischen Kaufmannsklassen.

Notre-Dame-Basilika

Die Notre-Dame-Basilika (1829) ist Montréals architektonisches Aushängeschild. Der Eintritt zum Äußeren ist kostenlos; die Innenbesichtigung kostet 6 CAD (ca. 4 EUR). Das Innere ist außergewöhnlich: blau-goldenes Neugotik mit handgeschnitztem Holzwerk und einer Akustik, die den Raum größer erscheinen lässt als er ist.

AURA: Die abendliche Licht-und-Musik-Show in der Basilika (20–35 CAD / ca. 13–23 EUR, ca. 45 Min.) ist technisch beeindruckend aber kein Ersatz für den Normalbesuch.

Architektur, die eine Verlangsamung wert ist

Jenseits der Hauptattraktionen belohnt Old Montreal ein langsameres architektonisches Auge. Das Bankenviertel Rue Saint-Jacques komprimiert ein ganzes Jahrhundert Bankarchitektur auf wenige Blocks – den ehemaligen Hauptsitz der Bank of Montreal, den Turm der Royal Bank und eine Reihe von Beaux-Arts- und neoklassizistischen Fassaden, die diese Straße einst zu Kanadas Wall Street machten. Die meisten dienen heute als Hotels, Eigentumswohnungen oder Veranstaltungsräume, aber die Außenfassaden sind erhalten, und die Straße ist ruhig genug für wirklich entspannte Fotografie.

Die Kuppel des Marché Bonsecours, von großen Teilen des Alten Hafens aus sichtbar, ist eine der meistfotografierten Silhouetten des Viertels und ein guter Orientierungspunkt für Fußgänger, die nicht ständig auf eine Karte schauen möchten. In der Nähe bietet das Château Ramezay (rue Notre-Dame) – eine 1705 erbaute Residenz, die im 18. Jahrhundert zu verschiedenen Zeitpunkten Sitz der britischen und amerikanischen Besatzungstruppen war – ein kleines, leicht übersehenes Museum, das die Kolonialzeit mit weniger Andrang als die bekannteren Sehenswürdigkeiten behandelt.

Place d’Armes

Die Place d’Armes gegenüber der Notre-Dame-Basilika ist der historische Mittelpunkt von Vieux-Montréal. Das zentrale Denkmal zeigt Paul de Chomedey de Maisonneuve, den Gründer der Stadt.

Rue Saint-Paul

Die Rue Saint-Paul ist die Haupteinkaufsstraße von Vieux-Montréal, gesäumt von Galerien, Restaurants und Geschäften. Sie ist die älteste Straße in Montréal (1657).

Touristenfallen

Grande Roue (Riesenrad am Alten Hafen): 27 CAD (ca. 18 EUR) für eine Aussicht, die schlechter ist als der kostenlose Mont-Royal-Blick.

Generische Touristenrestaurants: Das Vieux-Montréal hat viele überteuerte Touristenrestaurants — für lokale Preise ins Plateau gehen.

Praktische Tipps

Öffentlicher Verkehr: Metro Orange- oder Grüne Linie bis Place d’Armes (Grün) oder Champ-de-Mars (Orange).

Kopfsteinpflaster: Das Kopfsteinpflaster ist uneben und nass bei Regen — festes Schuhwerk tragen.

Häufig gestellte Fragen zu Old Montreal

Ist Old Montreal oder das Plateau besser für einen ersten Besuch?

Sie erfüllen unterschiedliche Zwecke, statt zu konkurrieren – Old Montreal liefert Geschichte und Architektur, das Plateau liefert die Essens- und Nachtlebenkultur. Ein erster Montreal-Besuch sollte beide einschließen; wenn nur ein einzelner Nachmittag zur Wahl steht, vermittelt Old Montreal einem Erstbesucher das unmittelbar greifbarere Gefühl für den Ort.

Wie schneidet Old Montreal im Vergleich zu Old Quebec ab?

Old Quebec ist dramatischer – Klippen, Festungsmauern, das Château Frontenac – und kompakter. Old Montreal ist größer, architektonisch vielfältiger über drei Jahrhunderte Baustile hinweg und deutlich weniger von Kreuzfahrtmassen überlaufen. Keines ersetzt das andere; siehe den ehrlichen Vergleich im Old-Quebec-Guide für das vollständigere Bild.